Gesamtübung beim Caritas Haus Baden

Für uns ist es besonders wertvoll, wenn wir auch direkt an Objekte in unserem Einsatzrayon üben können. Da zurzeit das Caritas Haus Baden in der Renngasse generalsaniert wird, stand es uns dankeswerterweise für eine Branddienstübung zur Verfügung. Natürlich war dieses nur ohne Wasser in den Schlauchleitungen möglich.

Übungsannahme, die von unserem Feuerwehrkommandanten Hauptbrandinspektor (HBI) Mag. Gerald Peter ausgearbeitet wurde, war ein Brand im 1. Obergeschoß und 4 Übungsdarsteller (externe Personen) mussten gerettet werden.

Die Drehleiter hatte den Auftrag das 1. Obergeschoß von außen abzusuchen, um mögliche Opfer aufzufinden oder gegeben falls von den Atemschutztrupps, die sich im Gebäude befanden, direkt über ein Fenster zu übernehmen. Daher hat sich die Drehleiter ehe mittig vor dem Gebäude aufgestellt, um die ganze Front abdecken zu können. Die derzeitig eingerichtete Baustelle sorgte für reale, enge, innerstädtische Platzverhältnisse.

Anmerkung: Grundsätzlich haben wir in der Innenstadt, vor allem wochentags, auch des Öfteren nicht mehr Platz zur Verfügung.

Um nicht den angrenzenden Erzherzog Rainer Ring mit mehreren Fahrzeugen zu blockieren, mussten bis auf ein Fahrzeug alle anderen in der Renngasse platziert werden. Im Einsatzfall wären die hier auf den Fotos zu sehenden Fahrzeugen weiter auseinander abgestellt worden.

Zusätzlich musste die Drehleiterbesatzung, nach der Opferrettung, das Dach auf Schaffung möglicher Rauchabzugsöffnungen erkunden. Die im Gebäude eingesetzten Atemschutztrupps hatten den Auftrag Personen mit Fluchthauben zu retten und einen Innenangriff durchzuführen. Eines der nicht gehfähigen Opfer wurde mit einer Rettungswanne aus dem Gebäude gerettet. Mit Einsatz von Hochleistungslüftern musste das Stiegenhaus rauchfrei gehalten werden. Die restliche Mannschaft hatte den Auftrag, die Wasserversorgung von Hydranten herzustellen, sowie beim Aufbau der Löschleitung für den Innenangriff mitzuhelfen.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt / Alexandra Stosch / Martin Lichtenauer
Beitrag erstellt von Stefan Schneider

Mehrere Fahrzeugbergungen innerhalb weniger Stunden

Gleich zu drei Fahrzeugbergungen musste die Einsatzmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Baden-Stadt am Dienstag, dem 05. Oktober 2021, ausrücken.

Einsatz 1:

In den Morgenstunden wurden wir um 07:25 Uhr zu einem Verkehrsunfall in die Flamminggasse Kreuzung Mautner-Markhofstraße, mit dem Zusatz “ein fahrunfähiger Pkw“, von der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Baden alarmiert. Ein beschädigter SUV-Pkw, der zuvor mit einem Lkw Müllsammelfahrzeug zusammengestoßen war, konnte mittels Rangierroller auf die Seite gestellt werden. Fahrzeugteile wurden von der Fahrbahn entfernt und die ausgelaufene Scheibenwaschflüssigkeit mittels Hochdruck-Schnellangriffseinrichtung weggewaschen.

Einsatz 2:

Eine Badener Pensionistin fuhr mit ihrem Pkw vom Rudolfshof bergabwärts in Richtung Stadtgebiet/Welzergasse, als sie nach einer Linkskurve am Gamingerberg in das Heck eines Kanalsaugwagen prallte. Dabei wurde sie unbestimmten Grades verletzt und musste von den alarmierten Rettungskräften ins Spital abtransportiert werden. Die Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt wurde dann um 12:17 Uhr zu einer Fahrzeugbergung am Gamingerberg 3 alarmiert. Anfänglich hieß es in der Alarmierungsmeldung „Pkw im Kanal“. Daher rückte zuerst einmal nur das Vorausfahrzeug zur Erkundung aus und die restliche Einsatzmannschaft wartete im Feuerwehrhaus die Rückmeldung ab, welches Fahrzeug nachrücken soll.

Bei der Erkundung hat sich dann eine ganz andere, als eigentlich erwarte, Situation vor Ort dargestellt. Die Fahrzeuglenkerin wurde bereits von den Rettungskräften versorgt und eine Streife der Stadtpolizei war auch anwesend. Der Feuerwehreinsatzleiter forderte über Funk das Rüstlöschfahrzeug (Tank 2) Baden-Stadt nach. Für die Bergung des beschädigten Pkws, der sich in dem Heck des schräg über die Fahrbahn stehenden Lkws verkeilte, musste Tank 2 über die Schiestlstraße und Parkplatz Rudolfshof von oben herzufahren. Die Welzergasse wurde durch die Stadtpolizei im Einsatzbereich gesperrt. Im Bereich Rudolfshof wurde die Straße durch Absperrmaterial der Feuerwehr gesperrt, so dass kein Fahrzeug in Richtung Welzergasse zufahren kann.

Nach polizeilicher Freigabe, konnte durch die Feuerwehreinsatzkräfte mit der eigentlichen Bergung des Unfallwagens begonnen werden. Zwischenzeitlich wurde an einem Baum eine Umlenkrolle und am Pkw Anschlagmittel befestigt, um mit Hilfe der Seilwinde vom Rüstlöschfahrzeug (Tank2) den verkeilten Pkw vom Lkw lösen zu können. Ein direkter Zug nach hinten hätte ansonsten die Stoßstange des Lkws mitgerissen. Nachdem der stark beschädigte VW Golf seitlich weggezogen war, konnte der Lkw-Kanalsaugwagen seine Fahrt von alleine forstsetzen.

Bevor der Unfall Pkw in einer Abstellfläche neben der Fahrbahn verbracht werden konnte, halfen unsere Feuerwehreinsatzkräfte einer anderen Pensionistin mit ihrem Hund, die ihr Fahrzeug auch dort abgestellt hatte, beim Auszuparken und ermöglichten ein sicheres Einsteigen.

Seitens der Feuerwehr wurde weiters ausgelaufene Betriebsmittel gebunden und die Fahrbahn gereinigt. Der Unfall Pkw wurde gesichert abgestellt und die Fahrzeugbatterie abgeschlossen. Danach konnten die Feuerwehreinsatzkräfte wieder einrücken.

Anmerkung: Leider beschädigte während den laufenden Bergearbeiten erneut ein Fahrzeug Lenker/in, eines der direkt auf der Fahrbahn abgestellten, gut sichtbaren, Absperrdreiecke der Feuerwehr und fuhr einfach weg.

Einsatz 3:

Um 19.17 Uhr erreichte uns an diesem Dienstag eine weitere Alarmierung zu einer Fahrzeugbergung. Erneut hatte die Polizei die örtlich zuständige Feuerwehr über die Bezirksalarmzentrale Baden angefordert. Es galt einen nicht mehr fahrbereiten Pkw am Erzherzog Wilhelm Ring von der Fahrbahn zu bergen. Die ausgerückten freiwilligen Einsatzkräfte unserer Feuerwehr konnten das Verkehrshindernis mittels Einsatzes von Rangierrollern rasch beseitigen.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt Thomas Hanai / Roman van de Castell / Stefan Schneider
Beitrag erstellt von Stefan Schneider FF Baden-Stadt

Basisausbildung Teil B im Landesklinikum BADEN

Am 02. und 03. Oktober 2021 nahmen drei Feuerwehrmitglieder unserer Wehr an der gemeinsamen Basisausbildung Teil B des Feuerwehrabschnittes Baden Stadt im Landesklinikum Baden teil. Seit einigen Jahren kann dieser Teil der Ausbildung dankeswerterweise in geeigneten Räumlichkeiten und am Gelände des Badener Klinikums durchgeführt werden. Die einzelnen Themenblöcke werden dabei durch Ausbildner der Badener Feuerwehren vermittelt.

Am Anfang jedes freiwilligen Feuerwehrmitgliedes steht die sogenannte Basisausbildung. Ab dem 16. Lebensjahr sind die Feuerwehrmitglieder berechtigt auf Einsätze zu fahren. Hierfür ist jedoch auch ein fundiertes Wissen notwendig, welches zu Beginn in der eigenen Feuerwehr mit österreichweit einheitlichen Ausbildungsunterlagen, der so genannten Ausbildung 2000, vermittelt wird. Feuerwehrmitglieder die dieses Alter noch nicht erreicht haben, können zuvor der Feuerwehrjugend beitreten, wo sie ebenfalls auch schon auf das Feuerwehrhandwerk vorbereitet werden. Hier aber vorwiegend auf spielerischer Art.

Im aktiven Feuerwehrdienst beginnen die neuen Feuerwehrmitglieder ihre Basisausbildung meistens in sogenannten Ausbildungsgruppen, bevor sie den Grund-, Funk- und Atemschutzlehrgang, die auf Bezirksebene abgehalten werden, um das vorher Erlernte zu vertiefen, wiederholen und zu überprüfen. Erst dann ist die eigentliche Feuerwehrbasisausbildung abgeschlossen, jedoch wie im zivilen Leben gilt auch im Feuerwehrwesen heutzutage ein lebenslanges Lernen. Dies geschieht durch die feuerwehrinterne Ausbildung, z. B. bei Gruppen- und Zugsübungen, Atemschutz-, Funk- und Maschinisten-Schulungen, aber auch im Zusammenspiel mit anderen Feuerwehren wie z. B. bei gemeinsamen Abschnittsübungen.

Die Basisausbildung Teil A wird in der eigenen Feuerwehr über mehrere Wochen hinweg einmal vermittelt, bevor der Teil B im Feuerwehrabschnitt Baden Stadt bei einem zweitägigen Kurs besucht werden kann.  

Themen am 1.Tag (Sa 02. Oktober):

  • Der Feuerwehreinsatz & Befehle NEU (Vortragender Abschnittssachbearbeiter OBI Robert Lichtenauer FF Baden-Stadt
  • Stationsbetrieb – Leinen, Knoten u. Rettungsmittel (OBI Robert Lichtenauer)
  • Stationsbetrieb – tragbare Leitern (OBI Robert Lichtenauer)
  • Verhalten in der Gruppe (HBM Gerhard Filip FF Baden Weikersdorf)
  • Gefahren an der Einsatzstelle (LM Andrea Helm FF Baden-Stadt)
  • Kleinlöschgeräte (BI Markus Groll BTF LK Baden)

Themen am 2. Tag (So 03.Oktober):

  • Stationsbetrieb – Absichern / Gruppe im techn. Einsatz (OBI Robert Lichtenauer, LM Andrea Helm)
  • Stationsbetrieb – Gruppe im Löscheinsatz (OBI Robert Lichtenauer, LM Andrea Helm)

Neben den 3 Feuerwehrmitgliedern von der Freiwilligen Feuerwehr Baden-Stadt (Nikola Jahn, Luca Zoppoth und Michael Wasinger) nahmen auch 6 Feuerwehrmitglieder der Betriebsfeuerwehr Landesklinikum Baden an diesem Basisausbildungs-Modul Teil B teil.

Nö Feuerwehr Basiswissen

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt
Beitrag erstellt von Stefan Schneider

Praktisches Arbeiten mit hydraulischen Rettungssatz und Hebekissen

Am Mittwoch dem 29. September 2021 standen das Thema praktisches Arbeiten mit dem hydraulischen Rettungssatz und den Hebekissen am Ausbildungsplan der Freiwilligen Feuerwehr Baden-Stadt

Dieser praktische Teil war nun die Ergänzung zu dem Theorieteil von Feuerwehrkommandant Stellvertreter und Abschnittssachbearbeiter für Ausbildung Oberbrandinspektor Robert Lichtenauer, der die damaligen zwei theoretischen Ausbildungseinheiten vor einigen Monaten in der Corona-Pandemie nur über eine Teams Online-Schulung für unsere Mitglieder abwickeln konnte.

An diesem jetzigen Mittwochabend hatten vor allem unsere jüngeren und nicht so einsatzerfahrenen Feuerwehrmitglieder die Möglichkeit sich unter Anleitung mit den hydraulischen Rettungsgerätschaften und Hebekissen mehr vertraut zu machen und standen dabei auch an vorderster Front.

Gerade diese Gerätschaften die zum Glück nicht so häufig zur Verwendung kommen müssen aber genauso beübt und ausgebildet werden, dass im Ernstfall jeder Handgriff auch sitzt. Immerhin geht es ja dabei oft auch um Menschenleben.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt / Martin Lichtenauer
Beitrag erstellt durch Stefan Schneider