Gemeinsame Waldbrandübung

Obwohl die Waldbrandsaison noch sehr jung ist kam es landesweit schon zu den ersten Bränden. Die bisherigen Wetterprognosen für den diesjährigen Sommer lassen einiges befürchten. Dabei wird in den kommenden Monaten Juni, Juli und August mit sehr hohen Temperaturen und Trockenheit gerechnet. Leider gute Voraussetzungen für Wald- und Flurbrände.

In den letzten Jahren nimmt das Thema Wald- und Flurbrände auch in unseren Gegenden einen immer höheren Stellenwert ein und die Häufigkeiten solcher Ereignisse steigen.

Auch in der Stadt Baden wird bei den freiwilligen Feuerwehren die Ausbildung in diese Richtung vermehrt forciert. Genauso wurde bereits in weitere Ausrüstungsgegenstände für solch Einsatzarten investiert wie z.B. D-Schläuche, Löschrucksäcke, spezielles Schanzwerkzeug …
Aber diese müssen nun von unserer Einsatzmannschaften laufend beübt werden.

Auf Einladung der FF Baden Weikersdorf konnte am Mittwochabend (18.05.22) unsere Feuerwehr an einer gemeinsamen Waldbrandübung im Ortsteil Baden Weikersdorf teilnehmen. Angenommen wurde ein Brand im Waldgebiet im Bereich der „Faberhöhe“. Hier galt es von zwei Seiten den Brand zu bekämpfen.

Die Kräfte der FF Baden Weikersdorf erhielten den Auftrag eine B- Zubringerleitung von einem Hydranten Mitterbergstraße querfeldein in Richtung Waldgebiet zu verlegen und dann den eigentlichen Löschangriff im Waldgebiet mit C- und D-Löschleitungen vorzunehmen.

Und die Kräfte der FF Baden-Stadt erhielten den Auftrag eine B-Zubringerleitung von einem Hydranten in der Hochstraße ins Waldgebiet zu verlegen und dann ebenfalls die Brandbekämpfung im Bereich der Faberhöhe mit C- und D-Löschleitungen durchzuführen. Als Relaisstationen wurden auf beiden Seiten, die Tanklöschfahrzeuge beider Feuerwehren herangezogen bzw. auch das hochgeländegängige Unimog Pumpenfahrzeug der FF Baden Weikersdorf. Eine Privatperson unterstützte mit einem privaten 3-Achs Pinzgauer bei den Transporten von Mannschaft und Gerätschaften.

Alle Erkenntnisse auch aus der Übung dienen für künftige Alarmpläne bzw. Vorgehensweisen.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt / Fritz Beichbuchner
Beitrag erstellt von Stefan Schneider FF Baden-Stadt

Unterstützung mit der Drehleiter bei Brand in Hochhaus

Am 15. Mai 2022 ereignete sich ein Wohnungsbrand in einem Mödlinger Mehrparteienhaus. Dabei mussten 21 Personen von der Feuerwehr über die Stiegenhäuser bzw. mittels Hubrettungsgeräte gerettet bzw. in Sicherheit gebracht werden.

Da bei diesem Brand bereits drei solcher Hubrettungsgeräte vom Bezirk Mödling im Einsatz standen, entschied die Einsatzleitung, bei einer möglichen Brandausbreitung über die Fassade, sicherheitshalber auch die Drehleiter der FF Baden-Stadt nachzufordern.

Die Entscheidung dafür war, um die verbleibenden nicht im Einsatz gestandenen Drehleitern des Bezirkes Mödling für etwaige andere Einsätze freizuhalten

Nach Alarmierung rückten wir mit der Drehleiter, sowie dem Begleitfahrzeug Tank 3 (HLFA 4.000l Wasser) in Richtung des Nachbarbezirks aus. Ein Lotsenfahrzeug aus Mödling erwarte uns am Anfahrtsweg. Unsere Einsatzkräfte erhielten von der Einsatzleitung den Auftrag, die Drehleiter an der zugewiesenen Gebäudeseite in Stellung zu bringen, um bei einer möglichen Brandausbreitung sofort reagieren zu können. Immer wieder wurde diese Gebäudeseite (Fassade) abgefahren und mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Ein Atemschutztrupp von unserem Tank 3 stand ebenfalls der Einsatzleitung zur Verfügung. Dieser kam dann auch bei den Nachlösch- bzw Aufräumarbeiten zum Einsatz.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt/Thomas Hanai /Alexandra Stosch / Yvonne Stosch; Pressestelle BFK Mödling / Lukas Derkits und Drohenfoto FF Mödling
Beitrag erstellt durch Stefan Schneider FF Baden-Stadt

Zum Bericht der FF Mödling: Wohnung im Erdgeschoss eines Hochhauses in Vollbrand

Zum Bericht der FF Mödling: Wohnung im Erdgeschoss eines Hochhauses in Vollbrand

Fortbildungsmodul – Seilwinden und schwere Bergungen

An einer Weiterbildung nahmen am Samstag, den 14. Mai 2022, einige unserer Einsatzmaschinisten teil. Am Programm stand ein sogenannter Seilwindenlehrgang, der über das Abschnittsfeuerwehrkommando für unsere Feuerwehrleute ermöglicht wurde. Schwere Bergungen nach Unfällen zählen auch zu den herausforderndsten Einsatzszenarien einer Feuerwehr. Gerade hier ist es unerlässlich in eine professionelle und intensive Ausbildung zu investieren. Immerhin geht es dabei des Öfteren um schwere Lasten und hohe Sachwerte die bewegt werden müssen.

Begonnen wurde die Fortbildung mit einer Theorieeinheit im Feuerwehrhaus von Baden Weikersdorf. Abschnittssachbearbeiter OBI Martin Sinkovits und Bezirkssachbearbeiter Harald Glanner führten durch die Themen: Seilwinden, Anschlagmittel, Materialprüfungen und Sicherheitsvorkehrungen. Ein besonderes Augenmerk wurde in den Vorträgen auf das Thema Sicherheit gelegt. Den Teilnehmern wurde anschaulich vermittelt wie eine Seilwinde funktioniert und wie Unfälle mit den schweren Geräten vermieden werden können.

Nach der Mittagspause ging es dann das erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen. Auf dem Übungsgelände der Feuerwehr galt es einen umgestürzten dreiachsigen Übungs-Lkw, in Zusammenspiel zweier Seilwinden mit 5-10 Tonnen Zugkraft, wieder sanft auf die Räder zu stellen. Dabei achteten die Ausbildern auch auf die Verwendung der vorgeschriebenen Handzeichen durch den Einweiser. Zuvor wurde das richtige Anlegen der Anschlagmittel gelehrt.

Wir möchten uns auf diesem Weg nochmals bei den Ausbildnern OBI Martin Sinkovits und BSB Harald Glanner für den sehr informativen und lehrreichen Lehrgang bedanken.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt / OBI Robert Lichtenauer
Beitrag erstellt durch EOBI Stefan Schneider