Vom Einsatz direkt zur Übung

Eigentlich ist der Mittwochabend ab 19 Uhr bei der Freiwilligen Feuerwehr Baden-Stadt meistens für die Ausbildung und Übungen vorgesehen, so auch am 17. August 2022. Eine Einsatz-Alarmierung zu einem Brandeinsatz verzögerte aber an diesem Abend den Übungsbeginn (siehe Bericht).  

Nachdem die ersten Kräfte vom Einsatzort abrücken konnten, fuhren diese den vorgesehenen Übungsort an. Am Ausbildungs-Plan stand an diesem Abend die Rettung einer Person aus dem Bachbett des Schwechat-Flusses, der auch direkt durch das Badener Stadtgebiet verläuft. Dargestellt durch eine Übungspuppe. Die Vorgabe dabei war, die Rettung soll mit der Drehleiter, einer Rettungswanne (Schleifkorbtrage) und dem Rollgliss (ein spezieller Seilzug) durchgeführt werden. Dieser spezielle Seilzug kann auch in Kombination mit der Drehleiter zum Einsatz gelangen. Immer dann, wenn zum Beispiel aufgrund örtlicher Gegebenheiten der Einsatzort nicht nah genug erreicht werden kann. Es ist aber nur eine von verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und Rettungstechniken. Da diese spezielle Gerätschaft nur selten in Verwendung steht, müssen die notwendigen Handgriffe jedoch auch genauso von unserer Einsatzmannschaft für den Ernstfall beherrscht werden.

Auch wenn zurzeit die Schwechat aufgrund der Trockenheit nur Niedrigwasser führt, wurde auf die richtigen Ausrüstungsgegenstände, wie zum Beispiel Rettungswesten, für die direkt im Bachbett befindliche Einsatzkräfte übungshalber nicht verzichtet.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt / Stefan Schneider
Beitrag erstellt durch Stefan Schneider

Überhitzte Rollstuhl-AKKUS in Wohnhausanlage

Gerade als wir zur wöchentlichen Mittwochsübung am 17. August 2022 antraten, erreichte uns eine Einsatz-Alarmierung von der Feuerwehr Bereichsalarmzentrale BADEN.

Alarmiert wurden wir zu einem Brandeinsatz in einer Wohnhausanlage – Alarmstufe B1 mit dem Meldebild „Elektro“ und Zusatz „Geruch – Einweiser vor Ort“. Da die Einsatz-Mannschaft bereits umgezogen war, konnte auch gleich Tank 1 und Tank 3 Baden-Stadt und in Folge die Drehleiter, sowie das Vorausfahrzeug zur Einsatzadresse ausrücken.

Am Einsatzort bot sich dem Feuerwehreinsatzleiter folgende Lage: Ein Hausbewohner informierte, dass zuvor der Energieversorger verständigt wurde und schon da war – anfänglich dachte man an eventuellen Gasaustritt – der Techniker konnte jedoch kein Gas messen.

Mit Hilfe der Wärmebildkamera gelang es seitens der Feuerwehr den Grund ausfindig zu machen. Im 2. Stock waren in einem Gangbereich drei Behindertenfahrzeuge/Hilfsmittel abgestellt. Bei einem akkubetriebenen Rollstuhl waren die Akkus durch die Ladung überhitzt und gasten aus. Diese verursachten auch den anfänglich nicht erkennbaren Geruch im Stiegenhaus.

Von der Feuerwehr wurden daraufhin die überhitzten Akkus abgehängt und ausgebaut. Im Innenhof konnten diese gesichert abgestellt werden, wo sie weiter abkühlen konnten.

Jedenfalls hätte das Ganze auch anders ausgehen können. Wenn diese überhitzen Akkus weitergeladen worden wären und unentdeckt blieben, könnten sich diese in Folge auch entzünden und einen Brand auslösen.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt / Gerald PETER / Stefan Schneider
Bericht erstellt durch Stefan Schneider

Zwei Wohnhäuser in Flammen!

In den Nachtstunden auf Freitag den 12. August 2022 wurde die Freiwillige Feuerwehr Bade-Stadt zu einem überörtlichen Brandeinsatz nach Klausen-Leopoldsdorf alarmiert. Nachdem eine Anrainerin bei einem Wohnhaus mitten im Ortszentrum massiv Rauch austeigen sah, wählte sie den Feuerwehr-Notruf 122.

Daraufhin alarmierte um 03.32 Uhr die Bereichsalarmzentrale BADEN mehrere Feuerwehren. Aufgrund der ausgelösten Alarmstufe B3 (Wohnhausbrand) rückte, wie im Alarmplan vorgesehen, unsere Feuerwehr mit der Drehleiter samt dem Begleit-Hilfeleistungsfahrzeug Tank 3 Baden-Stadt (HLFA 4.000l Wasser) in Richtung Einsatzstelle aus. Bei Eintreffen hatte sich der Brand bereits von einem Carport direkt auf zwei angebaute Wohnhäuser ausbreiten können. Wir erhielten vom Einsatzleiter den Auftrag zuerst von der Rückseite der Gebäude die Brandbekämpfung aus vorzunehmen bzw. andere Feuerwehren zu unterstützen. Im weiteren Einsatzverlauf musste mit der Drehleiter mehrmals die Stellung gewechselt werden.

Auch der Atemschutztrupp vom Tank 3 unterstütze die Löscharbeiten bei den zwei Wohnhäusern. Erst in den späten Vormittagsstunden konnten unsere ausgerückten Kräfte wieder ins Feuerwehrhaus einrücken. Dort mussten dann noch die Gerätschaften und Fahrzeuge gereinigt bzw. aufgerüstet werden. Von unserer Wehr standen 12 freiwillige Feuerwehrleute mit 3 Fahrzeugen (Drehleiter; Tank 3 und Kommandofahrzeug) im Einsatz. Von dort aus ging es dann für die meisten unserer ausgerückten Feuerwehrmitglieder direkt zu ihren Arbeitsplätzen.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt / Stefan Schneider und Robert Lichtenauer
Beitrag erstellt durch Stefan Schneider

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Ast droht aus Baumkrone herabzustürzen!

Ein größerer abgebrochener Ast im Bereich einer Baumkrone drohte bei einer 4-geschoßigen Wohnhausanlage herabzustürzen. Dabei hätte es dann auch zu Schäden an einigen Balkonelementen kommen können.

Daher bat ein aufmerksamer Hausbewohner über Notruf 122 bei der Feuerwehr um Hilfe, denn am Wochenende war die Hausverwaltung oder ein Hausbetreuer nicht erreichbar. Nach einer Erkundung durch die örtlich zuständige Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt, entschied der Einsatzleiter den abgebrochenen Ast über das Flachdach der Wohnhausanalage zu bergen. Hierfür musste aber trotzdem mit einer Seil-Sicherung gearbeitet werden. Nachdem der Ast aus der Baumkrone auf das Flachdach gezogen wurde, musste dieser noch in kleinere Stücke zerschnitten werden, um sie Gefahrlos zu Boden werfen zu können

Die Arbeiten der freiwilligen Feuerwehreinsatzkräfte am Dach des betroffenen Gebäudes wurde von einigen Bewohnern anderer Häuser regelrecht mitverfolgt.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt / Stefan Schneider
Beitrag erstellt durch Stefan Schneider