Überhitzte Rollstuhl-AKKUS in Wohnhausanlage

Gerade als wir zur wöchentlichen Mittwochsübung am 17. August 2022 antraten, erreichte uns eine Einsatz-Alarmierung von der Feuerwehr Bereichsalarmzentrale BADEN.

Alarmiert wurden wir zu einem Brandeinsatz in einer Wohnhausanlage – Alarmstufe B1 mit dem Meldebild „Elektro“ und Zusatz „Geruch – Einweiser vor Ort“. Da die Einsatz-Mannschaft bereits umgezogen war, konnte auch gleich Tank 1 und Tank 3 Baden-Stadt und in Folge die Drehleiter, sowie das Vorausfahrzeug zur Einsatzadresse ausrücken.

Am Einsatzort bot sich dem Feuerwehreinsatzleiter folgende Lage: Ein Hausbewohner informierte, dass zuvor der Energieversorger verständigt wurde und schon da war – anfänglich dachte man an eventuellen Gasaustritt – der Techniker konnte jedoch kein Gas messen.

Mit Hilfe der Wärmebildkamera gelang es seitens der Feuerwehr den Grund ausfindig zu machen. Im 2. Stock waren in einem Gangbereich drei Behindertenfahrzeuge/Hilfsmittel abgestellt. Bei einem akkubetriebenen Rollstuhl waren die Akkus durch die Ladung überhitzt und gasten aus. Diese verursachten auch den anfänglich nicht erkennbaren Geruch im Stiegenhaus.

Von der Feuerwehr wurden daraufhin die überhitzten Akkus abgehängt und ausgebaut. Im Innenhof konnten diese gesichert abgestellt werden, wo sie weiter abkühlen konnten.

Jedenfalls hätte das Ganze auch anders ausgehen können. Wenn diese überhitzen Akkus weitergeladen worden wären und unentdeckt blieben, könnten sich diese in Folge auch entzünden und einen Brand auslösen.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt / Gerald PETER / Stefan Schneider
Bericht erstellt durch Stefan Schneider

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