Info – Erdbeben bei Ebreichsdorf / Niederösterreich, M 4.3

Einige Badener und Badenerinnen wurden heute Nacht (Freitag, 20.09.2013 – 04:06 Uhr) im Schlaf gestört, wachten auf und dachten sich „Da war doch was?“.

Verweisend auf den Erdbebendienst der ZAMG, handelte es sich um ein Erdbeben M 4,3 rund 2 km südlich von Ebreichsdorf, das lt. Homepage der ZAMG jedoch bis Wien und ins Burgenland spürbar war.

Der Österreichische Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik meldet:<br />Am Freitag, den 20. September 2013 ereignete sich um 04:06 Uhr MESZ im Raum Ebreichsdorf, Niederösterreich, ein Erdbeben, das eine Magnitude von 4,3 aufwies.<br />Das Beben wurde von sehr vielen Personen stark verspürt. Auch aus Wien und dem Burgenland sind bereits zahlreiche Meldungen eingelangt. Leichte Schäden an Gebäuden, wie etwa Verputzrisse, sind bei dieser Stärke möglich.<br />quelle: http://www.zamg.ac.at/cms/de/geophysik/erdbeben/aktuelle-erdbeben/karten-und-listen/bebendetails/austria/quakes/2013263_evid52587546

 

Die wenigsten machen sich Gedanken darüber, wie verhalte ich mich richtig bei einem Erdbeben, daher einige Informationen und weiterführend Links zu diesem Thema.

DOWNLOAD – Erdbebenschutz Ratgeber des Bundesministerium für Inneres [via NÖZSV]

Vor einem Beben
  • In Erdbebenzonen solide bauen und insbesondere die ÖNORM EN 1998-1 (entspricht dem Eurocode 8, nationale Festlegungen und Erläuterungen sind in der ÖNORM B 1998-1geregelt) beachten. Haus gut instand halten, vor allem stets für einen guten Bauzustand von Schornsteinköpfen, Dachpfannen und dgl. sorgen.
  • In der Wohnung schwere, im Falle eines Bebens mitunter kippende Möbel in der Wand gut verankern, Warmwasserspeicher besonders gut befestigen. Über den Betten keine schweren Bilder aufhängen.
  • Für die Bewohner die sichersten Plätze in der Wohnung ausfindig machen. Im Allgemeinen sind diese Plätze in der Nähe von tragenden Wänden im Innern des Gebäudes, unter Türstöcken, allenfalls auch unter einem stabilen Tisch (Schutz vor herabfallenden Deckenteilen).
  • Netzunabhängiges Radiogerät und Taschenlampe mit guten Batterien bereithalten, ebenso die wichtigsten Dokumente sowie genügend Handgeld an sicherer Stelle griffbereit verwahren. Lebensnotwendige Medikamente verfügbar halten und Erste Hilfe Utensilien anschaffen.
  • Die Lage des Hauptschalters für den elektrischen Strom sowie jene der Absperrventile für Gas und Wasser feststellen und für den Ernstfall einprägen. Auch den Nachbarn informieren.
Während eines Bebens
  • Ruhe bewahren! Im Hause weilende Personen sollen die schon früher ausgewählten Plätze raschest aufsuchen und das Ende des Bebens abwarten. Die Nähe von Fenstern meiden, Aufzüge nicht benützen und nicht ins Freie laufen.
  • Im Freien befindliche Personen sollen dort bleiben und einen Sicherheitsabstand zu Gebäuden und elektrischen Freileitungen einhalten, um nicht durch herabfallende Bauteile oder Leitungen gefährdet zu werden. Unter Sicherheitsabstand ist normalerweise die halbe Gebäudehöhe zu verstehen. In engen Straßen kann eine nahegelegene Hauseinfahrt Schutz gewähren.
Nach einem Starkbeben
  • Wenn nötig, Verletzte versorgen. Auch an die Haustiere denken. Kurz Nachschau halten, ob ernsthafte Bauschäden entstanden sind. Wenn ja, dann allenfalls offene Feuer im Hause löschen, elektrischen Strom mit Hauptschalter ausschalten sowie Haupthähne von Gas und Wasser schließen. Notgepäck (eventuell mit Decken und Regenschutz) nehmen und das Haus umgehend verlassen.
  • Draußen Sicherheitsabstand zu Gebäuden einhalten, weil wahrscheinliche Nachbeben weitere Schäden verursachen können.
  • Batterieradio einschalten und Instruktionen über das weitere Verhalten abwarten. Falls nötig, anderen Hilfe leisten.
  • Häuser und Wohnungen erst wieder betreten, wenn dies gefahrlos möglich ist. Im Falle von Schornsteinschäden den Kamin vor dem Einheizen durch einen Rauchfangkehrer überprüfen lassen.
  • Privatfahrten mit Kraftfahrzeugen und unnötige Telefonate möglichst unterlassen, damit die Hilfsdienste nicht behindert werden.

Diese Verhaltensregeln sollten bei Bedarf entsprechend ergänzt werden, um auch besondere, hier nicht berücksichtigte Umstände zu erfassen. [Quelle: NÖ Zivilschutzverband]

Weiterführende Information:
NÖ Zivilschutzverband
Erdbebendienst ZAMG

 

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