Feuerwehr befreit Person aus steckengebliebenem Personenaufzug

Nach anfänglicher Ruhe müssen unsere freiwilligen Feuerwehreinsatzkräfte nun doch immer wieder in den letzten Tagen vermehrt zu Einsätzen ausrücken.

Bei einem dieser Einsätze wurde die Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt am 05. April 2020 zu einem Hilfseinsatz nach technischen Gebrechen eines Personenaufzuges in der Badener Innenstadt angefordert. Ein Mann war im steckengebliebenen Personenaufzug gefangen und konnte diesen nicht mehr verlassen. Grundsätzlich übernimmt die Feuerwehr solche Einsätze nur, wenn der jeweilige Liftbetreiber nicht in der gesetzlich vorgegeben Eintreffzeit mit einem fachkundigen Personal selber vor Ort sein kann, oder es wird dieses direkt über den Feuerwehrnotruf 122 von Zivilisten und anderen Einsatzorganisationen gemeldet.   

Aufgrund der momentanen Coronavirus-Lage ist die Einsatzmannschaft der FF Baden-Stadt in drei kleinere Einsatzgruppen in 48 Stunden Bereitschaften eingeteilt. Zusätzlich gibt es für den Notfall auch noch eine sogenannte Backup Gruppe. Bei größeren Einsatzlagen wird eine weitere Einsatzgruppe von den anderen zweien Badener freiwilligen Feuerwehren mitalarmiert bzw. kann vom Feuerwehreinsatzleiter nachgefordert werden.

Bei diesem Einsatz reichte jedoch einer dieser eingeteilten Einsatzgruppen der FF Baden-Stadt völlig aus. Um die Person aus dem Lift befreien zu können mussten die Feuerwehrleute die Liftkabine mittels Notbedienung verfahren. Da nicht bei jedem Einsatz der derzeit geforderte Mindestabstand eingehalten werden kann, tragen je nach Einsatzlage unsere Feuerwehreinsatzkräfte zusätzlich zur eigentlichen Schutzausrüstung entweder die Mund/Nasenschutz-Maske oder in Einzel-Fällen, wo Cornaverdacht oder Cornabestätigung besteht, dann die FFB3 Schutzmaske und einer Zusatz Schutzausrüstung.

Nach jedem Einsatz werden die verwendeten Gerätschaften, sowie die Mannschaftskabinen der ausgerückten Fahrzeuge und Arbeitsflächen im Feuerwehrhaus gereinigt und desinfiziert.

Fotos:  OFM Dominic Judt u. HBM Robert Lichtenauer FF Baden-Stadt
Beitrag erstellt von EOBI Stefan Schneider

Maßnahmen der Feuerwehr für die aktuelle Lage

So wie in vielen anderen Feuerwehren österreichweit, haben sich auch in der Stadt Baden die Feuerwehren Gedanken bezüglich Sicherstellung der Einsatzbereitschaft während der aktuellen Corona Pandemie gemacht. Dabei ist bei der FF Baden-Stadt seit dem Wochenende, neben dem Feuerwehrkommando, auch eine kleine Arbeitsgruppe mit der Ausarbeitung von Maßnahmen tätig und unterstützt laufend das erweiterte Feuerwehrkommando.

Erste Erhebungen und Besprechungen fanden gleich nach der Ankündigung der Bundesregierung für die am Montag, dem 16. März 2020 in Kraft getretenen Maßnahmen statt. Nicht nur innerhalb der Feuerwehr galt es genaue Pläne und Richtlinien zu erstellen, sondern auch zwischen den Badener Wehren gab es sofort Abstimmungen über die weitere Vorgangsweise bezüglich der Einsatzbereitschaft in den kommenden Wochen.

Wie vom Landesfeuerwehrverband auch vorgegeben wurden die vorhandenen Einsatzkräfte in kleinere Einsatzeinheiten aufgeteilt.  Um das Risiko einer Übertragung soweit wie möglich zu reduzieren trat eine neue Dienstanweisung in Kraft, welche verschärfte Hygienemaßnahmen sowie Verhaltensregeln beinhaltet. Der Übungs- und Ausbildungsbetrieb in der Feuerwehr musste sicherheitshalber sofort komplett eingestellt werden. Auch wurden die einzelnen Fachgebiete vom Feuerwehrkommando aufgefordert, ihre Arbeitsbereiche in zwei voneinander unabhängig agierende Gruppen aufzuteilen und keinen persönlichen Kontakt mehr wahrzunehmen. 

Derzeit rückt die Feuerwehr nur in Kleingruppen zu den Einsätzen aus. Werden jedoch weitere Kräfte für einen Einsatz benötigt, kommen diese nicht aus der eigenen Wehr, sondern werden von den anderen zwei Badener Feuerwehren gestellt. Aber auch hier immer nur mit einer kleinen Einsatzeinheit. Sollte dann dennoch kein Auslangen gefunden werden, so fordert die Einsatzleitung weitere Kräfte aus der Umgebung nach. Mit dieser Maßnahme kann man sicherstellen, sollte eine Einheit außer Dienst gestellt werden müssen, fällt nicht die ganze Feuerwehr komplett aus. Zusätzlich wurden alle unsere Mitglieder angehalten den sozialen persönlichen Kontakt untereinander aus Sicherheitsgründen zu meiden.

Bis auf weiteres findet derzeit täglich eine Video-Konferenz zwischen den Mitgliedern der Arbeitsgruppe statt, aber auch das erweiterte Feuerwehrkommando nützt diese Form der gemeinsamen Abstimmung.

Gleichzeitig richten wir den Appell an alle Bürgerinnen und Bürger:

„Bitte befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der Österreichischen Bundesregierung und Achten sie auf Ihre Gesundheit!“

Seitens der Stadtgemeinde Baden finden Sie hier weitere Informationen

Beitrag erstellt von EOBI Stefan Schneider

Bewerb um das NÖ Feuerwehr-Funkleistungsabzeichen

Der erste landesweite Feuerwehrbewerb des Jahres ist der Bewerb um das NÖ Feuerwehr-Funkleistungsabzeichen, welcher am 06. und 07. März 2020 am Gelände des NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrums in Tulln ausgetragen wurde.

In 3 Durchgängen stellten insgesamt über 500 Feuerwehrmitglieder beim 21. Bewerb um das Nö Feuerwehrfunkleistungabzeichen ihr Wissen unter Beweis. Dabei galt es knifflige Fragen rund um das Thema Nachrichtendienst zu beantworten, aber auch zahlreiche praxisnahe Disziplinen zu meistern.

Bei sechs praxisnahen Disziplinen wie:

• Arbeiten mit dem Digitalfunkgerät
• Verfassen und Absetzen von Funkgesprächen
• Lotsendienst
• Arbeiten in der Einsatzleitung
• Einsatzsofortmeldung und
• Fragen aus dem Funkwesen

galt es so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Mindestens 200 an der Zahl musste man erreichen, um das begehrte Funkleistungsabzeichen mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Von unserer Feuerwehr trat unsere Jungkameradin FM Celine Kaluzik (am Foto Bildmitte) an und Bestand nicht nur mit Bravour, sondern konnte sogar den ausgezeichneten 43. Platz von insgesamt über 500 anderen Bewerbsteilnehmer erreichen. Gleichzeitig war sie damit sogar die Beste vom Bezirk Baden.

Das Gesamtergebnis dieses Bewerbes finden Sie HIER.
Weitere Informationen zu diesem Bewerb finden Sie auf der Website des NÖ-Landesfeuerwehrverband.

Quelle/Text: NÖ-Landesfeuerwehrverband – www.noe122.at

Fotos vom Pressedienst LFKDO NÖ und der FF Günselsdorf dankenswerterweise zur Verfügung gestellt
Beitrag erstellt von EOBI Stefan Schneider

Brandverdacht im Parkdeck entpuppte sich als mutwillige Sachbeschädigung!

Nachdem am Mittwochnachmittag (11. März 2020) die Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt zu einem Brandverdacht in das große ÖBB Parkdeck beim Bahnhof Baden alarmiert wurde, dachten sicherlich sofort mehrere Feuerwehrleute der Stadtfeuerwehr an die Bilder vom Brand vergangene Woche (Mi 04.03.) im Parkdeck Zentrum Süd. Dabei wurden ja gleich 3 VW Transporter ein Raub der Flammen. Somit rechneten sie mit einem neuerlichen Fahrzeugbrand.

Zuvor meldete gegen 17.35h eine vorbeifahrende Fahrzeuglenkerin über Notruf 122 eine starke Rauchentwicklung direkt aus dem ÖBB Parkdeck.

Die Erkundung der eingetroffenen Feuerwehreinsatzkräfte zeigte dann, es handelte sich zum Glück um keinen Brand. Als Ursache für die starke Rauchentwicklung war dann in einem der Parkdeckzugänge zu erkennen. Unbekannte entnahmen im Parkdeck einen tragbaren 12kg Pulverfeuerlöscher aus der Halterung und versprühten den kompletten Inhalt. Somit beschränkte sich die Tätigkeit der Feuerwehreinsatzkräfte auf Unterstützung bei den polizeilichen Erhebungen und für die Stadtgemeinde – Abteilung Parkdeckverwaltung. Mittels der Schnellangriffseinrichtung vom Vorausfahrzeug wurde der mit Löschpulver total verschmutzte Zugangsbereich gereinigt.  Die zwei zusätzlich ausgefahrenen Tanklöschfahrzeuge der Stadtfeuerwehr konnten zwischenzeitlich bereits wieder ins Feuerwehrhaus einrücken.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt / Markus Trobits
Beitrag erstellt durch Stefan Schneider FF Baden-Stadt