Großeinsatz bei Suche nach einem Verunfallten!

In den Sonntags Morgenstunden des 01. August 2021 wurde die Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt von Polizei zu einem bereits laufenden Einsatz angefordert.

Zur Vorgeschichte:

Gegen ca. 05.45 Uhr meldete sich ein Mann über Notruf bei der Rettung. Dort gab er an, dass er einen Unfall hatte, verletzt sei und nicht aus dem Fahrzeug kommt. Er konnte jedoch keine Straße bzw. Ortschaft nennen. Deshalb wurde von der Rettungsleitstelle eine Handyortung durchgeführt, welche jedoch auch keine genaue Einsatzadresse ermöglichte, bis auf den Sendemaststandort wo der Anrufer eingeloggt war. Dieser befand sich in Pfaffstätten im Bereich der B212.

Kurz darauf wurden Rettungskräfte, Polizeistreifen und die Freiwillige Feuerwehr Pfaffstätten alarmiert – Treffpunkt zur weiteren Abstimmung war die Tankstelle neben Kreisverkehr B212. Dort teilten sich die Kräfte auf um das vermeintliche Gebiet abzusuchen. Auch ein Hubschrauber der Polizei wurde zur Suche hinzugezogen. Obwohl man mit dem Mann weiter telefonisch in Kontakt stand, war er einfach nicht auffindbar. Der Anrufer soll auch während des laufenden Telefonats sehr ausfällig gewesen sein und wurde immer ungehaltener. Bekannt war den Einsatzkräften nur eine mögliche Hausnummer – jedoch weiterhin keine Angaben zur näheren Örtlichkeit. Es soll sich bei dem Wagen des Mannes um einen silbernen Mercedes 400er S-Klasse handeln mit Österreichischen Kennzeichen.

Unermüdlich suchten die Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, Rettung, sowie der Polizeihubschrauber weiter die Gegend ab.

Weitere Notrufmeldung

Gegen ca.07.30 Uhr langte dann ein Notruf aus der Stadt Baden ein, wo ein Mann mit seinem Hund Gassi ging und einen Unfall meldete. Ein Pkw soll gegen einen Baum gefahren sein und eine Person befindet sich noch im Fahrzeug – selbiger Fahrzeugtyp nachdem bereits gesucht wurde.  Sofort fuhren Einsatzkräfte der Polizei und Rettung diese Einsatzadresse an.

Verdacht von Schusswaffe

Bei der Zufahrt ließ dann eine weitere Information aufschrecken. Der Verunfallte soll nun auch angeblich mit einer Schusswaffe gedroht haben. Deshalb hieß es für die Einsatzkräfte besondere Vorsicht. Polizeieinsatzkräfte riegelten die betroffene Straße ab und erkundeten aus größerem Abstand zum gesichteten Unfallfahrzeug die Lage – der Polizeihubschrauber unterstützte dabei von der Luft aus.

Ein im Frontbereich schwer beschädigter silberner Mercedes, der augenscheinlich gegen einen Baum geprallt war, anschließend wieder zurücksetzte und an einem Gartenzaun seitlich hängend zum Stillstand kam, konnte aus der Ferne ausgemacht werden. Ausgelaufene Betriebsmittel und mehrere Fahrzeugteile befanden sich auf der Fahrbahn und zeigten von einem heftigen Anprall. Aufgrund der Notrufmeldung – „mögliche Schusswaffe“ – gingen mehrere Polizeieinsatzkräfte mit Schutzwesten und gezogener Waffe in Richtung Unfallwagen vor.

Personenrettung

Da der verletzte Lenker nicht gleich befreit werden konnte, wurde die FF Baden-Stadt auch noch zu einer Menschenrettung alarmiert. Und wie bei Alarmplan T2 hier vorgesehen auch die FF Baden-Leesdorf. Da Kräfte der FF Pfaffstätten noch bei ihrem Feuerwehrhaus in Bereitschaft standen, wurden auch diese zur Unfallstelle beordert. Noch vor Eintreffen konnte bezüglich Personenrettung Entwarnung gegeben und die Kräfte der FF Baden-Leesdorf, sowie Pfaffstätten storniert werden. Denn den Einsatzkräften der Polizei und Rettung gelang es den verletzten Lenker zwischenzeitlich aus dem Unfallwagen zu befreien.

Schusswaffe aufgefunden

Dass ein anfänglich gesichertes Vorgehen außschließlich einmal nur durch Polizeieinsatzkräfte erfolgte, war auch die absolute richtige Entscheidung. Dieses zeigte der Fund einer Schusswaffe mit vollem Magazin im Fahrzeug. Nachdem der Lenker von der Notärztin und Rettungssanitätern medizinisch erstversorgt war, wurde er in ein Spital abtransportiert.

Räumen der Unfallstelle

Nach der Freigabe des Unfallwagens und der Einsatzstelle durch die Polizei wurde der schwer beschädigte Mercedes von der FF Baden-Stadt mit dem Ladekran des Wechselladefahrzeuges geborgen. Zuvor mussten die Feuerwehreinsatzkräfte großflächig auslaufendes Öl auf der Fahrbahn binden und Kanaleinlaufschächte sichern. Nach Bergung und Abtransport des Unfallwagens wurde die Fahrbahn komplett im Unfallbereich von der Feuerwehr gereinigt. Die mit Voraus, Tank 2, Last 2 (WLF-Kran), Tank 1, Last 1 und 22 ausgerückten freiwilligen Feuerwehrleute der Feuerwehr Baden-Stadt, konnten erst nach 3 Stunden den Einsatz beenden.  

Im Einsatz standen:
FeuerwehrenFF Pfaffstätten; FF Baden-Stadt; FF Baden-Leesdorf;
BFKDO Baden
PolizeiPolizeiinspektion Traiskirchen; PI Baden; Stadtpolizei Baden;
Polizeihubschrauber Wien-Meidling

RettungRotes Kreuz Baden; Bezirkseinsatzleiter Rettungskräfte

Bericht und Fotos: EOBI Stefan Schneider BSB ÖA BFKDO Baden/FF Baden-Stadt

Presseberichte: Monatsrevue.at; NÖN.at; Heute.at;

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.