Sturmtief Yulia war noch heftiger!

Erst vorletzte Woche standen zahlreiche freiwillige Feuerwehren im Bezirk Baden beim Sturmtief Sabine mehrmals im Dauereinsatz. Das Sturmtief Yulia am letzten Sonntag (23.02.2020), welches den Bezirk Baden erst in den Nachmittagsstunden erreichte, hatte in Folge noch größere Auswirkungen und war weitaus heftiger. Die starken Windböen, teilweise weit über 100 km/h, sorgten auch direkt in der Stadt Baden für einige Schäden. Alle Badener freiwillige Feuerwehren standen dabei im Einsatz.

Auch die Stadtfeuerwehr (FF Baden-Stadt) musste bei einigen Gebäuden tätig werden. Dabei galt es entweder lose Dachziegel zu entfernen oder wie zum Beispiel direkt in der Fußgängerzone löste sich ein längeres Blech auf einem Dach und drohte herabzustürzen. Ein nicht ungefährlicher Einsatz für unsere Freiwilligen. Galt es doch die notwendigen Sicherungsarbeiten am Dach während der weiterhin anhaltenden Windspitzen in schwindelnder Höhe durchzuführen. Dafür sind aber unsere freiwilligen Feuerwehrleute speziell geschult und werden dabei mit der dementsprechenden Ausrüstung gesichert. Es ist jedoch trotzdem eine besondere Herausforderung für uns Feuerwehrleute.

Bei einem weiteren Gebäude in der Badener Innenstadt lösten sich in über 15m Höhe großflächig die Putzschicht und stürzte auch auf die darunterliegende Fahrbahn, sowie dem Gehsteig. Aufgrund des Windes flogen die Mörtelbrocken auch bis auf die gegenüberliegende Straßenseite und beschädigten dabei einige parkende Fahrzeuge.

Bevor die alarmierte FF Baden-Stadt mit der Drehleiter überhaupt eine genauere Begutachtung des Schadens in der Höhe durchführen konnte, musste zuerst ein parkendes Fahrzeug, wo der Lenker nicht von der Polizei ausfindig gemacht werden konnte, von der Feuerwehr mittels Rangierroller aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. In Folge der anschließenden Begutachtung der betroffenen Fassade über die Drehleiter, entschied man aufgrund der Größe des Schadens nur die notwendigsten Sicherungsarbeiten seitens der Feuerwehr durchzuführen. Da ein kompletter Fassadeteil betroffen war, muss die Reparatur von einer Fachfirma durchgeführt werden. In Absprache mit der Stadtpolizei wurde eine Totalsperre des Straßenabschnittes zwischen der Antonsgasse und dem Kaiser Franz Ring veranlasst. Diese Absperrarbeiten wurden vom städtischen Bauhof durchgeführt.

Auch einige weitere kleinere Sturmeinsätze mussten von der FF Baden-Stadt während des Sturmtiefs Yulia abgearbeitet werden. Wie zum Beispiel Entfernung von losen oder herabstürzenden Dachziegeln, oder Sichern von verwehten Gegenständen die auch auf Fahrbahnen landeten.

Vom Sturmtief Yulia waren auch Betroffen das Feuerwehrhaus Baden-Leesdorf und die Punschhütte am Gelände vom Roten Kreuz Baden in der Wienerstraße. Beim Leesdorfer Feuerwehrhaus lösten sich einige Dachziegeln, wo wir mit der Drehleiter bei den Sicherungsarbeiten unterstützten. Und bei der Punschhütte des Roten Kreuz lösten sich Teile, die von uns gesichert wurden.

Schon am Freitag (21.02.) wurden wir von einer Hausverwaltung in der Wienerstraße um Unterstützung gebeten, da kein Dachdecker mehr erreicht werden konnte. Ein loser Dachschindeln gefährdete die Hausbewohner. Über die Drehleiter konnten dieser entfernt werden.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt / Christoph Hinterberger / Roman Van de Castell / Barbara Neff / Sebastian Habres / Stefan Schneider

Beitrag erstellt am 26.02.2020 von EOBI Stefan Schneider

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